Data Driven Commerce: messen, verstehen, optimieren.

Data Driven Commerce bedeutet: Entscheidungen rund um den Verkauf von Produkten werden nicht auf Basis eines Bauchgefühls getroffen – sondern objektiv mithilfe von Erkenntnissen, die aus Daten gewonnen werden.

“In God we trust. All others must bring data.”
William Edwards Deming

Sinnvoll ausgewertete Daten in exzellenter Qualität können den Erfolg eines Unternehmens eklatant steigern. Konzerne wie Google wissen das schon lange: Sie bauen ihr gesamtes Geschäftsmodell auf Daten auf. Aber auch für den Alltag klassischer Unternehmer liegen in der Analyse von Daten große Potenziale. Selbst kleine Anpassungen können gewaltige Auswirkungen haben: Ein englischer Fahrrad-Online-Händler gewann durch eine datenbasierte Analyse der Customer Journey Erkenntnisse für die Optimierung seiner Homepage. Allein durch die Personalisierung des Sliders steigerte er seine Umsätze mit einer Kundengruppe um 28 Prozent.

 

Daten in vier Dimensionen

An nahezu allen digitalen Touchpoints lassen sich Daten über das Verhalten der Nutzer sammeln. Vier Phasen sind dabei besonders relevant:

  • Verfügbarkeit: Auf welchen Plattformen sind die Nutzer anzutreffen?
  • Auffindbarkeit: Wie werden die Inhalte sichtbar?
  • Kaufbarkeit: Wie heben sich die Produkte & das Einkaufserlebnis vom Wettbewerb ab?
  • Wiederholbarkeit: Wie lässt sich eine Beziehung zum Nutzer aufbauen, die auch nach dem ersten Kauf andauert?

Für alle Dimensionen liefern Daten wertvolle Erkenntnisse. Sie zeigen, an welchen Punkten die Customer Experience verbessert werden kann. Dazu müssen alle kundenbezogenen Daten an einem Ort zentralisiert und analysiert werden – übergreifend über alle Touchpoints. Auf Basis der Analyse-Ergebnisse werden dann geeignete Maßnahmen definiert.

 

Typische Hürden beim Messen von Daten

Viele Unternehmen haben die Potenziale einer datengetriebenen Organisation erkannt. Dem Erfolg von Data Driven Commerce stehen aber meist diese drei Hürden im Weg:

  • Hürde 1: Daten sammeln als Selbstzweck
    Die meisten Unternehmen, die Daten erheben, speichern sie – und nicht mehr. Daten bringen aber nur dann einen Mehrwert, wenn sie analysiert und die Analyse-Ergebnisse in Handlungen übersetzt werden.
  • Hürde 2: Falsche KPIs
    Werden Daten gesammelt und analysiert, bedeutet das noch nicht, dass wertvolle Erkenntnisse daraus gewonnen werden. Viel zu oft werden KPIs definiert, die nicht mit den Business-Zielen verknüpft sind. Klickzahlen zu kennen, aber nicht zu wissen, welche Schlüsse daraus zu ziehen sind – diese “Pseudo-Data-Drivenness” erzielt keinen positiven Effekt.
  • Hürde 3: Organisatorisches Setup
    In den meisten Unternehmen fehlt das Setup für Data Driven Commerce. Um Daten langfristig erfolgreich nutzen zu können, braucht es das passende Mindset – und professionelle Data Scientists mit den entsprechenden Fähigkeiten, Prozessen und Tools.

 

Fazit: Data Driven Commerce anstelle von Bauchgefühl

Die Customer Experience verbessern und die Umsätze steigern – Voraussetzung dafür ist es, die Nutzer zu verstehen und deren Erlebnis zu optimieren. Wer Bauchgefühl-Driven Commerce durch Data Driven Commerce ersetzt, stellt sein Geschäftsmodell langfristig erfolgreich auf.

Sie wollen wissen, wie Sie Ihre wertvollen Kundensegmente identifizieren und die Customer Journey optimieren? Wir zeigen es Ihnen in unserem gemeinsamen Vortrag mit unserem Partner Datorama am 30. September 2020 um 11:00 Uhr im Rahmen der Data Driven Commerce Days.

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Autorin:

Jasmin Lehr
Principal Consultant
Namics – A Merkle Company